In Neuseeland fallen gerade Semesterende, Frühlingsanfang, Abschiedsstimmung und Partylaune zusammen. Die Kombination ist grandios: Ich habe die meisten Prüfungen hinter mich gebracht habe, die Vögel drehen frühlingsbedingt völlig durch (manche singen sogar Nachts – sehr irritierend) und jedes Wochenende wird ein neuer Anlass für eine Party erfunden.
Meine nächste und letzte Prüfung ist am Freitag in „Maori Resource Management“! Klausuren laufen hier ein bisschen anders als in Deutschland: man bekommt im Vorfeld so viele alte Klausuren aus den vergangenen Jahren, dass man sich ideal vorbereiten kann. Am Montag war meine abschließende VWL-Klausur, und es sind exakt die Fragen gekommen, die ich erwartet habe. Die Klausur ist es jedenfalls ganz gut gelaufen, aber ich hätte bestimmt noch mehr schreiben können, wenn sie uns mehr Zeit gegeben hätten. So habe ich zwar drei Stunden ununterbrochen geschrieben und hatte danach einen Krampf in der rechten Hand, war aber trotzdem irgendwie unzufrieden.
Ich freue mich schon voll auf die Zeit nach dem Semester: Ich fliege nach Melbourne und besuche meine Mum, die dort gerade Urlaub macht. Danach muss ich noch ein bisschen an meinen Hausarbeiten feilen und einen Artikel schreiben. Das wird auch gut, weil mich die Themen, die ich da bearbeite, sehr interessieren. Am 1. Dezember geht’s mit einer größeren Gruppe auf eine Rundreise über die Südhälfte der Südinsel und Stewart Island, der so genannten dritten Insel Neuseelands. Das ist ein kleines, wenig besiedeltes Inselchen auf dem sich durch die isolierte Lage eine ganz eigene Vegetation entwickelt hat, die durch die strengen Bestimmungen des Departments of Conservation behütet wird. Also lasse ich die gesamte Nordinsel Neuseelands aus, aber das macht eigentlich gar nichts. Die Einheimischen haben mir versichert, dass alle sehenswerten Dinge ohnehin eher auf der Südinsel sind.


















